Ernährungsweisen

Meine persönliche Ernährungsweise mit dem Fokus auf Clean Eating

Ich lebe nicht in einer Diät, sondern esse intuitiv und halte mein Gewicht. Ich bin im Reinen mit mir und zeige, was dahinter steckt. Essen soll Spaß machen und dem Körper geben, was er braucht.

Irgendwie war Essen in Vergangenheit selten ein Freund. Es hat doch für eine Gewichtszunahme gesorgt. Und wenn ich abnehmen wollte, hat das Essen nie geschmeckt. Das fasst es jedenfalls kurz zusammen, wie es mir die ungefähr vor 15 Jahren erging und knapp 10 Jahre anhielt. Ok, die Rechnerei lässt mich gerade irgendwie alt aussehen.

Neben zig unsinnigen und natürlich ungesunden Diäten – ich war übrigens nie übergewichtig, nur ein 16-jähriges Mädchen, was sich von allem hat beeinflussen lassen –, habe ich in Vergangenheit diverse Ernährungsformen ausprobiert. Über Intermittent Fasting zu Low Carb. Dann eine proteinreiche Fitnessernährung, die mich aufgrund der intensiveren Beschäftigung mit Ernährung zu Clean Eating geführt hat. Gleichzeitig habe ich den Fleischkonsum stark heruntergefahren.

Besonders die proteinreiche Fitnessernährung hat mich auf die richtige Bahn gebracht, weg von dem dauerhaften aufs-Gewicht-achten. Das erste Mal habe ich eine positive Veränderung an meinem Körper und auch mental bemerkt, natürlich auch in Kombination mit Kraftsport. Ich habe mir das Essen in seinen Bestandteilen betrachtet. Natürlich geht dabei nichts über Proteine, Proteine, Proteine. Das wurde mir schnell zu viel, 500 g und mehr Fleisch am Tag. Das muss anders gehen. Aus dem Wissensdurst heraus, habe ich dann die Ernährungsberater-Lizenz gemacht und weiß seitdem genau, was ich wie und wo und warum benötige. Da kommen mir die Prinzipien aus dem Clean Eating sehr entgegen. Nebenbei erlangt auch das Thema Nachhaltigkeit einer immer größeren Bedeutung.

Was bedeutet Clean Eating überhaupt?

Genau genommen, ist es eine Ernährungsform und keine Diät, die ein paar Grundregeln beinhaltet:

  • Fokus auf frischen Lebensmitteln
  • Viel Obst und Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte. Wenig tierische Produkte
  • Wenig verarbeitete Produkte verwenden
  • Verarbeitete Produkte nur mit Zutaten, die man versteht und aussprechen kann bzw. beim Kochen auch verwenden würde.
  • Die Auflistung sollte fünf Zutaten pro verarbeiteten Produkt nicht übersteigen

Es heißt also beim Einkauf: lesen, lesen, lesen. Eine schöne Verpackung und gewisse Schlagwörter lassen gern einmal ein Produkt sehr gesund aussehen. Ein Blick auf die Zutaten zeigt dann häufig ein ganz anderes Bild.

Was bedeutet Clean Eating für mich?

Für mich ist es die ideale Form, meinem Körper das zu geben, was er braucht. Frische Lebensmittel sehen ja fast immer ansehnlich aus und ein komplett selbst hergestelltes Gericht zu essen, macht mich einfach glücklich. Außerdem ist dort kein versteckter Zucker (guckt euch mal an, was in Wurst so an Zucker ist) oder viel ungesundes Fett enthalten. Ich kann wunderbar im Blick behalten, was ich so esse und gelange so eher selten in Kalorienfallen. Also für eine Gewichtsreduktion oder auch dem Halten ist es ein idealer Weg, ohne Diät eine dauerhafte gesunde Lebensweise zu führen.

In meine Gerichte kommt viel Gemüse, was in Masse sehr sättigend ist. Proteine versuche ich primär über Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Linsen zu decken, aber auch Fleisch kommt 1-2x die Woche auf den Tisch. Besonders meinem 2-jährigen Sohn, der besonders großes Interesse an Essen und dessen Zubereitung zeigt, kann ich so eine gute ausgewogene und umfangreiche Ernährung zeigen. Bisher zeigt er wenig Berührungsängste und probiert zumindest, bevor ein: „Schmeckt nicht.“ kommt. Bisher sind es aber nur Pastinaken, die er strikt ablehnt.

Ich bin kein Gesundheitsapostel, sondern ein normaler Mensch mit einer Leidenschaft für nahrhaftes und ausgewogenes Essen

Das möchte ich gern noch einmal betonen, denn häufig werde ich auf das eben genannte angesprochen und mein Gegenüber fühlt sich schlecht, wenn er mir etwas nicht selbst Zubereitetes vorsetzt. Oder ich bekomme die Frage, ob ich dies oder jenes denn überhaupt essen würde. Natürlich mag und esse ich auch Kekse, Schokolade und auch mal einen Burger. Ich möchte mich in nichts einschränken oder immer eine Extrawurst bei Grill- oder Kochabenden bekommen. Für mich sollte es ein ausgeglichenes Verhältnis haben, da es sonst schnell zwanghaft bei mir werden würde. Ich versuche mindestens im Verhältnis von 70:30 zu leben, eher aber 80:20. Häufig sogar freue ich mich auf eine frische Gemüsepfanne, wenn ich zuvor vermehrt „Schnelles“ gegessen habe.

Ein Großteil der Rezepte auf diesem Blog sind Clean Eating geeignet. Möglichst unverarbeitete Produkte lecker kombiniert und alles nach meinem Geschmack. Falls ihr super leckere Rezepte habt, teilt sie mir gern mit. Ich bin immer auf der Suche nach Neuem.

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