Rezepte

Fleischarme Frikadellen

Es gibt Fleisch in großer Menge, dennoch ist nur wenig davon auch tatsächlich enthalten. Diese Frikadellen-Variante liefert ordentlich Proteine und sättigt sogar. Also genau das Richtige für jeden Frikadellen-Fan, der aber den Fleischkonsum reduzieren möchte.

Schlechtes Gewissen beim Fleischkonsum


Es ist in allen Medien, Fleisch ist plötzlich der Klimasünder Nummer 1 und dann fallen Begriffe wie Beyond und Impossible Burger. Da bekomme ich schon ein schlechtes Gewissen, wenn es mal Fleisch bei uns gibt. Wir essen schon seit Längerem nur 1 – 2 mal die Woche Fleisch und dann hauptsächlich Bio-Hackfleisch vom Rind. Hin und wieder Hähnchenfilet. Dennoch fühle ich mich zunehmend schlecht dabei. Es liefert tierische Proteine und schmeckt vor allem dem Zwerg sehr gut. Da wir aktuell nicht vorhaben, komplett vegetarisch zu leben, reduziere ich einfach noch weiter den Fleischkonsum, indem das Vorhandene einfach gestreckt wird. Das könnte für mich auch eine gute Möglichkeit in der Grillsaison werden.

Was die Frikadellen eigentlich enthalten

Für fast Alles eignen sich doch Haferflocken, oder? Vor allem die zarten Haferflocken. Sie enthalten viele Nährstoffe und beinhalten sogar ca. 10% Proteine. Also werden auch diese Frikadellen einen guten Proteinwert bekommen. Wunderbar finde ich allerdings, dass Haferflocken sehr gut sättigen und je nach Kombination wenig Eigengeschmack haben, sodass sie auch kaum wahrgenommen werden in den Frikadellen.

Dann kommt natürlich auch Hackfleisch noch dazu. Ich persönlich bin kein großer Fan von Schweinefleisch, nehme daher reines Rinderhack – mittlerweile nur noch in Bio. Übrigens ist in gemischtem und in reinem Schweinehack knapp doppelt so viel Fett enthalten, wie in Rinderhack.

Zusätzlich kommen ein Eier und eine Zwiebel hinzu. Mit Salz, Pfeffer und Petersilie abgeschmeckt, ist es auch schon das ganze Geheimnis. Ich bin kein Fan aufwändiger Rezepte, denn die mache ich genau 1x und dann nie wieder, egal wie gut es schmeckt. Die Frikadellen allerdings haben kaum einen Aufwand, je nach Menge der Haferflocken kommen sehr viele dabei heraus und sättigen sehr gut.

Als Variante könnt ihr übrigens auch Magerquark direkt mit in die Masse mengen. Hier müsstet ihr aber noch viel stärker würzen, da es leider sehr viel absorbiert.

Zusätzliche Sättigungsbeilagen wie Nudeln, Kartoffeln oder Reis sind aufgrund der Haferflocken auch gar nicht nötig, es reicht Gemüse und eine Sauce. Ich persönliche mag Gemüse aus dem Backofen oder kurz angedünstetes Gemüse gern und einen Dip aus Magerquark. Letzteres liefert übrigens auch prima Proteine und beinhaltet wenig Fett. Also besser als Sour Cream und Co. Für die Hüfte.

Das Rezept

Zutaten:

– ergibt je nach Größe sehr viele Frikadellen 😉 – 

  • 400 g Bio-Rinderhack
  • 90 g zarte Haferflocken
  • 1 Ei
  • 1 Zwiebel
  • Kokosöl zum Braten
  • Salz, Pfeffer und Petersilie

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen und solange kneten, bis eine gut durch gemengte Masse entsteht. Beim ersten Versuch habe ich es püriert aufgrund der Haferflocken. Das ist aber nicht nötig, gut durchgemischt reicht völlig aus und die Haferflocken fallen nicht auf.
  2. Mit der Hand feste Bällchen formen und in einer Pfanne mit dem Kokosöl ausbraten.

Nährwerte für die gesamte Masse:
1.180 kcal | 56 g Kohlenhydrate | 60,5 g Fett | 97,5 g Protein

Der Dip aus Magerquark ist ebenfalls schnell hergestellt: Magerquark mit etwas Leitungswasser zu eine Creme rühren. Mit Salz, Petersilie und etwas Honig sowie weiteren Gewürzen nach Vorliebe würzen. Fertig. Knoblauch passt auch sehr gut dazu.

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