Rezepte

Kokosmilch selber machen

Das geht? Ja, ich war anfangs auch echt baff. Und vor allem, wenn ihr erst einmal erfahrt wie einfach es eigentlich geht und wieviel Geld ihr dabei spart.

Ok, mit etwas Recherche wird hier jeder merken, dass ich nicht die erste Person mit dieser Idee sein kann, aber da ich so begeistert bin, möchte ich es hier auch einmal für euch bereit stellen.

Ohne darüber nachzudenken, habe ich im Discounter oder Supermarkt zu den Dosen Kokosmilch gegriffen, um sie dann bevorzugt für asiatische Gerichte zu verwenden. Zwar störten mich schon immer diese zig Dosen, aber ich wohne nun einmal nicht in einem Land, wo Kokosnüsse angebaut werden.

Irgendwann überkam mich dann einmal ein Geistesblitz – ja, hin und wieder habe ich das mal – und recherchierte über die Kokosmilch Herstellung. Mit frischen Kokosnüssen kann ich schwierig arbeiten, doch es gibt ja noch die Kokosraspeln, die es in jedem Lebensmittelgeschäft, häufig bei den Backzutaten, gibt. Diese werden einfach mit heißem Wasser übergossen und durchgemixt. Anschließend wird der feste Überbleibsel herausgefiltert und fertig die Milch – am besten noch genau in benötiger Menge. Im Detail könnt ihr euch die Zubereitung aber noch weiter unten ansehen.

Die geringen Kosten überzeugen doch eigentlich am meisten

Eine Dose im Discounter, die es mittlerweile anscheinend sogar ins Sortiment geschafft haben, bekommt man für knapp einem Euro. Darin sind 400 ml enthalten, zumindest laut Angabe. Eine Packung Kokosraspeln, die glücklicherweise auch keine weiteren Inhaltsstoffe hat, liegt mit 200 g bei knapp 70 Cent. Hiervon wird etwas weniger als die Hälfte benötigt, um die gleiche Menge Kokosmilch herzustellen, wie die einer Dose. Grob überschlagen kostet die selbstgemachte Kokosmilch also die Hälfte.

Der Geschmack überzeugt

Neben den Kosten hat mich der Geschmack in jedem Fall überzeugt. Gerade wenn ich ein Curry koche, ohne intensive Pasten zu verwenden, fehlte mir immer die typische Kokosgeschmack. Mit der selbst gemachten Kokosmilch ist es anders, sie schmeckt sehr fruchtig exotisch und ich brauche neben Curry, Kurkuma und etwas Salz (ich bin nicht so der Fan von Sojasauce) keine weiteren Gewürze oder Säfte. Zudem ist sie auch immer flüssig und für mich einfacher zu verarbeiten. Mein Lieblingsrezept für ein veganes Curry werde ich noch ergänzen.

Das Rezept

Rezept Kokosmilch

Zutaten:

– ergibt knapp 1 l Kokosmilch –

  • 150 g Kokosflocken
  • 1 l Wasser

benötigt wird außerdem

  • Ein Mixer
  • Ein Nussmilchbeutel oder Leinentuch

Zubereitung:

  1. Das Wasser in einem Wasserkocher erhitzen, parallel kommen die Kokosflocken in den Mixer.
  2. Das heiße Wasser mit in den Wasserkocher gießen und ca. 15 Minuten quellen lassen.
  3.  Auf kleiner(!) Stufe vorsichtig, aber lange mixen. Ungefähr 10 Minuten lang. Durch die sehr hohe Hitze wird sonst der Deckel ins jenseits befördert und hat mir so beim ersten Versuch die Küche neu tapeziert.
  4. Mit offenem Deckel die 10 Minuten ruhen lassen.
  5. Ein weiteres Mal auf kleiner Stufe für 10 Minuten mixen.
  6. Die Masse wird nun durch ein Nussmilchbeutel oder Leinentuch gegeben. Die Flüssigkeit wird dabei in einem darunter stehenden Behälter aufgefangen, die feste Masse bleibt im Beutel.
  7. Im Kühlschrank luftdicht verschlossen gelagert, hält sich die Kokosmilch bis zu 3 Tage. Dass sich die Flüssigkeit trennt, ist normal.
Ich hoffe, ich konnte hier auch den einen oder anderen Kokosmilch-Liebhaber anstecken, es auch einmal selbst auszuprobieren. Auch für die Umwelt ist die kleine Plastikverpackung von den Kokosraspeln eine bessere Alternative als die Aludose.

Alle Kommentare zu diesem Beitrag:

Beitrag kommentieren